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<oembed><version>1.0</version><provider_name>Arbeitsgemeinschaft der Universit&#xE4;tsverlage</provider_name><provider_url>https://universitaetsverlage.eu</provider_url><author_name>XMLRPC</author_name><author_url>https://universitaetsverlage.eu/author/xmlrpc/</author_url><title>From linear to long-chain branched poly(ethylene terephthalate) &#x2013; reactive extrusion, rheology and molecular characterization - Arbeitsgemeinschaft der Universit&#xE4;tsverlage</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content"&gt;&lt;a href="https://universitaetsverlage.eu/bucher-e-books/titel/from-linear-to-long-chain-branched-polyethylene-terephthalate-reactive-extrusion-rheology-and-molecular-characterization/"&gt;From linear to long-chain branched poly(ethylene terephthalate) &#x2013; reactive extrusion, rheology and molecular characterization&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;
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Die Neigung zur Degradation und die wegen der linearen Kettenmolek&#xFC;le geringe Viskosit&#xE4;t schr&#xE4;nken jedoch die Verarbeitbarkeit von PET wie beispielsweise das Sch&#xE4;umen und Folienblasen erheblich ein. In der vorliegenden Arbeit wird der Einfluss der thermischen Stabilit&#xE4;t w&#xE4;hrend der Verarbeitung von drei linearen industriellen PET-Typen untersucht, die sich durch Molmasse und Herstellungsverfahren unterscheiden. Des Weiteren wird langkettenverzweigtes PET (LCBPET) durch reaktive Verarbeitung mit drei verschiedenen multifunktionalen Kettenverl&#xE4;ngerern, Pyromellits&#xE4;uredianhydrid (PMDA), Tetra- glycidyl-Diamino-Diphenyl-Methan (TGDDM) und Triphenylphosphit (TPP), hergestellt und charakterisiert. Durch die experimentelle Bestimmung der linearen und nichtlinearen rheologischen Eigenschaften der Schmelze und ihre Beschreibung mit Hilfe des sogenannten "Molecular Stress Function" (MSF) Modells gelingt eine quantitative Analyse des Materialverhaltens. Die molekulare Analyse wird zus&#xE4;tzlich durch die Ergebnisse von Gelpermeationschromatographie (GPC bzw. SEC) in Verbindung mit Lichtstreumessung gest&#xFC;tzt. Die Untersuchungen der thermischen Stabilit&#xE4;t von linearem PET im linear-viskoelastischen Bereich zeigen einen abnehmenden Speichermodul und somit ein thermo-oxidatives Degradationsverhalten in Luftatmosph&#xE4;re. In inerter Stickstoffatmosph&#xE4;re tritt hingegen nur thermische Degradation auf, gleichzeitig f&#xFC;hrt jedoch eine Polykondensationsreaktion zu einem Anstiegen des Moduls [Kruse et al., 2013]. Mit einem exponentiellen Regressionsansatz kann der anf&#xE4;ngliche Zustand des Moduls in beiden Atmosph&#xE4;ren zum Zeitpunkt Null, der dem Einbringen der Probe in das Rheometer entspricht, rekonstruiert werden. Die sich aus diesem Ansatz ergebende Zeitkonstante erlaubt es, quantitative Zusammenh&#xE4;nge zwischen der thermischen Stabilit&#xE4;t der drei PET-Sorten und deren Molmasse sowie dem Herstellungsverfahren der PET-Typen aufzuzeigen. So weist hochmolekulares PET eine h&#xF6;here Stabilit&#xE4;t in Stickstoff und eine geringere Stabilit&#xE4;t in Luft auf und umgekehrt. Hauptursache f&#xFC;r dieses Verhalten ist die unterschiedliche Konzentration an Hydroxylendgruppen, die je nach Molmasse und Herstellungsmethode der jeweiligen PET-Typen variiert. Mit Hilfe der "Time-Resolved Mechnical Sprectroscopy" konnte die sich &#xE4;ndernde Viskosit&#xE4;t &#xFC;ber ein weites Frequenzspektrum und zu einer beliebigen Messzeit in beiden Atmosph&#xE4;ren bestimmt werden. Wesentliche Ergebnisse dieser Untersuchung sind der Nachweis des Auftretens von (i) einem Weichmachereffekt bedingt durch die thermische und thermo-oxidative Degradation und den daraus resultierenden Oligomeren, (ii) dreidimensionaler Vernetzung mit der Ausbildung einer Flie&#xDF;grenze, (iii) Diffusionsprozessen, die Einfluss auf die Polykondensationsreaktion haben, (iv) Wandgleiten, bedingt durch die Ablagerung von Nebenprodukten auf den Platten des Rheometers und (v) einem verbreiterten Scherverd&#xFC;nnungbereich [Kruse and Wagner, 2016]. Die Extrusion von linearem PET mit einem Doppelschneckenextruder unter industriellen Bedingungen f&#xFC;hrt zu einer starken Abnahme der Viskosit&#xE4;t, die haupts&#xE4;chlich durch Scherung und weniger durch thermo-oxidativen Abbau verursacht wird. Bei der reaktiven Verarbeitung der drei PET-Typen mit den drei verschiedenen Kettenverl&#xE4;ngerern erwies sich das dreifunktionale TPP auf Grund von Toxizit&#xE4;t und Lagerinstabilit&#xE4;ten als unbrauchbar. Die Verarbeitung der beiden vierfunktionalen Kettenverl&#xE4;ngerer, PMDA und das epoxidhaltige TGDDM, f&#xFC;hrt zu erh&#xF6;hter Viskosit&#xE4;t, erh&#xF6;hter Dehnverfestigung und erh&#xF6;hter thermischer Stabilit&#xE4;t mit zunehmender Konzentration des jeweiligen Kettenverl&#xE4;ngerers. Das beschriebene Verhalten zeigt sich sowohl am Speicher- und Verlustmodul und dem daraus abgeleiteten Verlustwinkel, als auch an der Flie&#xDF;aktivierungsenergie und der Dehnviskosit&#xE4;t. Dabei lassen sich die gemessenen Dehnviskosit&#xE4;ten sehr pr&#xE4;zise mit dem MSF-Modell beschreiben und die beiden nichtlinearen Modelparameter, &#x3B2; und f_max^2 erm&#xF6;glichen eine quantitative Analyse der Verzweigungsstruktur und der Molek&#xFC;lstreckung. So zeigt die Modifiziereng von hohen PMDA-Konzentrationen und dem hochmolekularen PET eine mehr kammartige Struktur im Vergleich zu den beiden niedermolekularen PET-Typen, die eine baumartige Molek&#xFC;lstruktur und eine h&#xF6;here Molmasse nach der reaktiven Extrusion aufweisen. Beide Effekte k&#xF6;nnen mit der h&#xF6;heren OH-Endgruppenkonzentration der beiden niedermolekularen PET-Typen erkl&#xE4;rt werden. Zu hohe Zus&#xE4;tze von TGDDM f&#xFC;hren zu einem hochverzweigten und gelartigen Polymer. Das Bruchverhalten bei der uniaxialen Dehnung von mit einem hohen Zusatz von PMDA hergestellten langkettenverzweigten PET wird von einer limitierenden Bruchspannung bestimmt. Demgegen&#xFC;ber bestimmt eine maximale Dehnung das Bruchverhalten des mit einem hohen TGDDM-Zusatz hergestellten LCB-PET, verursacht durch ein kovalent gebundenes Polymernetzwerk. Die GPC Messungen mit drei Detektoren wurden an LCB-PET durchgef&#xFC;hrt, das auf Basis der hochmolekularen PET-Type hergestellt wurde. Die molekulare Analyse der mit PMDA und TGDDM modifizierten Proben zeigt eine deutliche Zunahme der mittleren Molmassen, Molmassenverteilungsbreite, des Gyrationsradius und des hydrodynamischen Radius und best&#xE4;tigt somit die rheologischen Ergebnisse. Das Auftreten von Verzweigungen wird au&#xDF;erdem durch den abnehmenden Mark-Houwink-Exponenten bei zunehmender Additivkonzentration verdeutlicht. Eine genauere Betrachtung weist auf eine sternartige Molek&#xFC;lstruktur bei geringer Zugabe beider Kettenverl&#xE4;ngerer hin. Bei erh&#xF6;hter Zugabe hingegen tritt eine kammartige Struktur bei PMDA und eine baumartige oder hochverzweigte Struktur bei TGDDM auf, wie auch aus den nichtlinearen viskoelastischen Messungen zu schlie&#xDF;en ist. Insbesondere PMDA erweist sich als hervorragender Kettenverl&#xE4;ngerer, der bei reaktiver Extrusion reproduzierbar eine sternartige, kammartige oder baumartige Molek&#xFC;lstruktur in Abh&#xE4;ngigkeit von der verwendeten PET-Type und der PMDA-Konzentration erm&#xF6;glicht und so das Verarbeitungsspektrum von PET auf neue Anwendungsgebiete erweitert.</description></oembed>
