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<oembed><version>1.0</version><provider_name>Arbeitsgemeinschaft der Universit&#xE4;tsverlage</provider_name><provider_url>https://universitaetsverlage.eu</provider_url><author_name>XMLRPC</author_name><author_url>https://universitaetsverlage.eu/author/xmlrpc/</author_url><title>Welterbest&#xE4;dte S&#xFC;dosteuropas im Spannungsfeld von Cultural Governance und lokaler Zivilgesellschaft - Arbeitsgemeinschaft der Universit&#xE4;tsverlage</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content"&gt;&lt;a href="https://universitaetsverlage.eu/bucher-e-books/titel/welterbestaedte-suedosteuropas-im-spannungsfeld-von-cultural-governance-und-lokaler-zivilgesellschaft/"&gt;Welterbest&#xE4;dte S&#xFC;dosteuropas im Spannungsfeld von Cultural Governance und lokaler Zivilgesellschaft&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;
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Sie hat die Themen des Kultur- und Naturerbeschutzes von einem sukzessive angestaubten Image der Denkmalpflege in ein allgemein positiv rezipiertes Bild &#xFC;bertragen. Hinter dieser Au&#xDF;enwahrnehmung hat die intrinsische Organisation des Welterberegimes jedoch mit Problemen zu k&#xE4;mpfen, die sowohl innerhalb der lokal-nationalen Ebene des Mehrebenensystems als auch zwischen den global-national-lokalen Skalen des Welterberegimes bestehen. Mit Hilfe modernisierungstheoretischer &#xDC;berlegungen lassen sich dabei die gro&#xDF;r&#xE4;umigen Prozesse einer fortschreitenden Entwicklung im s&#xFC;dosteurop&#xE4;ischen Rahmen einordnen, die dann auf kleinma&#xDF;st&#xE4;blicher Ebene am Beispiel von Albanien beziehungsweise von Gjirokastra betrachtet werden. Die Mehrebenen-Governanztheorie eignet sich dazu, das Welterberegime auf globaler, nationaler und lokaler Ebene erfassen zu k&#xF6;nnen. Die Funktionsdefizite des Welterberegimes stehen in Verbindung mit gesellschaftlichen Herausforderungen, wie den Anspr&#xFC;chen und Handlungen der lokalen Zivilgesellschaft. Diese Umst&#xE4;nde k&#xF6;nnen daher nicht in einem global g&#xFC;ltigen Umfeld geltend gemacht, sondern m&#xFC;ssen im Zusammenhang mit regionalen Besonderheiten gesehen werden. Im Falle S&#xFC;dosteuropas sind dies besondere Merkmale einer phasenhaften postsozialistischen Systemtransformation, welche eine effizientere Umsetzung der Welterbeidee verhindert haben. Daraus ergibt sich die Frage, welche spezifischen Prozesse innerhalb der Kulturgovernanz und der lokalen Zivilgesellschaft den Welterbeschutz beeintr&#xE4;chtigen und wie deren Wirkungszusammenh&#xE4;nge sind. Nur wenn diese Problemfelder bekannt sind, k&#xF6;nnen entsprechende Ma&#xDF;nahmen ergriffen werden, die im komplexen R&#xE4;derwerk des Welterberegimes an den richtigen Stellschrauben ansetzen.Es hat sich dabei herausgestellt, dass der &#xDC;bertrag allgemeiner und standardisierter Konzepte der Welterbegovernanz bisher ohne regionale Anpassungen an den s&#xFC;dosteurop&#xE4;ischen Transformationskontext nur wenig Wirkung zeigt. Einzelne Akteure sind im Kontext institutioneller Machtstrukturen aufgrund ihrer Herrschafts- und Handlungskulturen, vor allem &#x2013; aber nicht nur &#x2013; auf den national-lokalen Ebenen des Welterberegimes, f&#xFC;r die Prozesse vor Ort ausschlaggebend. Die vorherrschenden Formen der Elitenkonstellation sowie der politischen Streitkultur sind h&#xE4;ufig defektiv und f&#xFC;hren zu Spannungen zwischen der Kulturgovernanz und der lokalen Zivilgesellschaft sowie innerhalb der Kulturgovernanz. Mit dem Beginn der Transformation entstand vor allem im Bereich der Kontrollfunktion eine allgemeine Schw&#xE4;che staatlicher Institutionen. Dies zeigt sich besonders auf finanzieller Ebene, wie etwa bei einer fehlenden Bereitstellung staatlicher Zuwendungen. In Bezug auf die Kulturgovernanz f&#xFC;hrt dies im postsozialistisch-s&#xFC;dosteurop&#xE4;ischen Kontext zu einer doppelten Absenz denkmalpflegerischer Praxis. Dennoch entstand mit dem Beginn der Transformation eine Vielzahl neuer staatlicher Einrichtungen auf nationaler und lokaler Ebene. Dadurch entwickelte sich im Bereich der Kulturgovernanz aufgrund redundanter und sich blockierender Zust&#xE4;ndigkeiten ein Institutionsstau. Die Funktionalit&#xE4;t dieser Institutionen wurde zus&#xE4;tzlich durch Elitenk&#xE4;mpfe, Korruption und Nepotismus geschw&#xE4;cht. Gleichzeitig bestehen deutliche Bruchstrukturen zwischen den staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren der Kulturgovernanz.Im Rahmen des spezifischen Transformationsfortschritts bleiben auch Organisation und Interessenvertretung der lokalen Zivilgesellschaft innerhalb des Welterberegimes niedrig, w&#xE4;hrend r&#xE4;umliche Mobilit&#xE4;t und Modernisierungsanspruch der postsozialistischen Zivilgesellschaft umso h&#xF6;her sind. Die Undurchsichtigkeit der institutionellen Organisation der Kulturgovernanz und ihre medial gef&#xFC;hrten Dispute best&#xE4;rken wiederum die Zivilgesellschaft in ihrer Passivit&#xE4;t und dem &#x201E;&#xF6;ffentlichen Misstrauen&#x201C;. Es folgte der R&#xFC;ckzug in private Strukturen. Der gleichzeitige Wegfall der Kombination aus finanzieller Hilfestellung und Zwang leitete angesichts des aufgestauten Modernisierungsdrucks im Wohnbestand eine explosionsartige, privat gesteuerte Anpassung der gebauten Infrastruktur an aktuellere Lebenswelten ein. Der dem Staat so wichtige Denkmalbestand spielt bis heute in den K&#xF6;pfen der Individuen dabei keine oder nur eine vernachl&#xE4;ssigbare Rolle. Beides dr&#xFC;ckt sich in einer rasanten und tiefgreifenden Transformation der gebauten Umwelt aus, ohne dass gr&#xF6;&#xDF;tenteils auf juristische Rahmenbedingungen R&#xFC;cksicht genommen wird. Dar&#xFC;ber hinaus bestehen aufgrund von Privatisierung und bisweilen ungekl&#xE4;rten Eigentumsverh&#xE4;ltnissen weitere problembehaftete Besonderheiten der postsozialistischen Transformation.Gerade diese Umst&#xE4;nde bleiben der globalen Ebene des Welterberegimes aber weitestgehend fremd. Es muss daher zuk&#xFC;nftig damit gerechnet werden, dass die global g&#xFC;ltigen Umsetzungsstrategien und Einschreibekriterien der UNESCO in S&#xFC;dosteuropa anhand regionaler und lokaler Besonderheiten zu scheitern drohen.</description></oembed>
