Die Bücher des letzten Kaiserreichs

Katalog zur Ausstellung über das Leben des China-Forschers Karl Friedrich Neumann mit Exponaten aus seiner Sammlung seltener Sinica

Herausgegeben von Yan Xu-Lackner

Die Bücher des letzten Kaiserreichs
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Der Lehrstuhl für Sinologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen öffnen die Bücher der letzten Dynastie des chinesischen Kaiserreichs und damit die Tore zur Kultur jener Zeit. Karl Friedrich Neumann (ca. 1793 – 1870) konnte mit Mut, Geschick und List in China fast 6000 Bände ankaufen und diese nach Berlin und München bringen, zu einer Zeit, zu der sich das Reich der Mitte extrem abschottete. Die Sinica-Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek wurde auf einen Schlag zur zweitgrößten nach der Sammlung der Französischen Nationalbibliothek. Trotz seiner immensen Leistungen ist die Person K.F. Neumann noch wenig erforscht, das Pionierwerk seiner Sammlung ist zwischen zahlreichen anderen Sinica der BSB verstreut. Die Ausstellung widmet sich sowohl der Biografie des fränkischen Universalgelehrten und Abenteurers als auch einer Auswahl von Sinica aus Neumanns Sammlung. Unter den Exponaten sind Werke wie der „Senfkorngarten“, eine Mustersammlung für die chinesische Malerei, „Bencao Gangmu“ („Buch heilender Kräuter”), ein Standardwerk der Traditionellen Chinesischen Medizin und „Arte de la lengua mandarina“ von Francisco Varo, einem spanischen Missionar, eine der ersten Grammatiken zum Erlernen des Chinesischen als Fremdsprache.