Alois Humer / Anna Kajosaari / Maeve Hofer
Die subjektive Wahrnehmung urbaner Hitze in einem Wiener Gründerzeitbezirk
Eine partizipative Kartierung
Reihe: ISR-ForschungsberichteUrbane Hitze wird immer mehr zu einer städtischen Herausforderung mit negativen Auswirkungen auf Alltagsleben und Lebensqualität. Besonders in dichten innerstädtischen Gebieten mit geringem Grün- und Freiraumanteil sind sommerliche Hitzeperioden eine Belastung für die Bewohner*innen. Im Gegensatz zu objektiven Hitzemessungen können subjektive Hitzewahrnehmungen die Erfahrungen der Stadtbewohner*innen an ihren Alltagsorten widerspiegeln und so Aufschluss über die tatsächlich erlebte Hitzebelastung geben. Dieser Forschungsbericht präsentiert die Ergebnisse einer partizipativen, kartenbasierten Umfrage zu wahrgenommenen Orten der Hitze und Abkühlung im 15. Wiener Gemeindebezirk (Rudolfsheim-Fünfhaus) aus dem Sommer 2024 und diskutiert den Mehrwert von subjektivem, kontextualisiertem, Bürger*innen-produziertem Wissen zu Hitzebelastung für eine klimasensible Stadtplanungspraxis.Urban heat is an increasingly pressing urban challenge with negative implications for everyday life and quality of life. In dense, inner-city areas with limited green and open spaces, hot summer periods are especially burdensome. In contrast to objective heat measurements, subjective heat perceptions can more accurately reflect the heat experiences of urban dwellers in their everyday environments and facilitate the understanding of actual heat exposure. This publication presents the results of a digital participatory mapping survey about places of perceived heat and cooling in the 15th district of Vienna (Rudolfsheim-Fünfhaus) during the summer of 2024 and discusses the added value of subjective, contextualized, and citizen-produced data on heat exposure in climate-sensitive urban planning practice.
