Sprachkunst ‒ Beiträge zur Literaturwissenschaft, Jahrgang LI/2020, 2. Halbband

Literarische Antisemitismus in Zentral- und Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert

Herausgegeben von Hans Höller, Herausgegeben von Christoph Leitgeb, Herausgegeben von Michael Rössner, Herausgegeben von Miloslav Szabó

Sprachkunst ‒ Beiträge zur Literaturwissenschaft, Jahrgang LI/2020, 2. Halbband
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Mit “Sprachkunst” ist der zentrale Gegenstand benannt, um den es in den literaturwissenschaftlichen Beiträgen der Zeitschrift geht. Eine Tradition der Philologie hat sich auf verschiedene Formen künstlerischer Sprachverwendung und auf poetologische Themen konzentriert. Das heutige Selbstverständnis der Zeitschrift geht davon aus, dass sich diese Tradition auf produktive Weise mit aktuellen Paradigmen moderner Literaturwissenschaft verbinden lässt, um textorientiert den kritischen Eigensinn von Literaturen zu analysieren. Die seit 1970 halbjährlich erscheinende Zeitschrift der Österreichischen Akademie der Wissenschaften setzt sich vor allem mit deutschsprachigen und europäischen Literaturen auseinander, Beiträge können auf Deutsch, Englisch und Französisch publiziert werden. Neben den literaturwissenschaftlichen Aufsätzen erscheinen Rezensionen von Fachliteratur, Forschungs- und Tagungsberichte sowie Verzeichnisse literaturwissenschaftlicher Dissertationen und Habilitationen an österreichischen Universitäten.

Aus dem Inhalt:

Aufsätze:

– Miloslav Szabó (Bratislava): Literarischer Antisemitismus in Zentral- und Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert. Einführung

– Roland Reichen (Bern): „… daß Sie die Juden so hassen“. Säkulare Judenfeindschaft in Jeremias Gotthelfs “Uli, der Knecht”

– Roland Innerhofer (Wien): Die Verneinung der Herkunft. Egon Friedells idealistischer Antisemitismus

– Amália Kerekes (Budapest): „Bis zur Grenze des Tragbaren“. Zur Geschichte der Kritik am Antisemitismus im Feuilleton des “Pester Lloyd” 1933 bis 1944

– Stefan Winterstein (Wien): „Und hätte man gleich den letzten Rassejuden aus der Welt geschafft“. Überblick und bisher Verborgenes zu Heimito von Doderers Antisemitismus.

– Miloslav Szabó (Bratislava): Wer schmarotzt an wem? Zur Umcodierung eines zentralen antisemitischen Stereotyps im Werk des slowakischen Schriftstellers František Švantner

– Anja Thiele (Jena): Instrumentelle Indienstnahme, stereotype Sinnstiftung: Konstellationen des literarischen Antisemitismus in der Literatur der DDR

Verzeichnis der Literaturwissenschaftlichen Dissertationen an Österreichischen Universitäten

Berichte und Besprechungen:

– Nicolai Busch (Köln): Biography – a play? Poetologische Experimente mit einer Gattung ohne Poetik, hrsg. von Günter Blamberger, Rüdiger Görner und Adrian Robanus