Sprachkunst ‒ Beiträge zur Literaturwissenschaft, Jahrgang XLII/2011, 1. Halbband

Redaktion: Hermann Blume, Herausgegeben von Hans Höller, Herausgegeben von Michael Rössner, Herausgegeben von Herbert Foltinek

Serie:

Sprachkunst ‒ Beiträge zur Literaturwissenschaft, Jahrgang XLII/2011, 1. Halbband
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Mit “Sprachkunst” ist der zentrale Gegenstand benannt, um den es in den literaturwissenschaftlichen Beiträgen der Zeitschrift geht. Eine Tradition der Philologie hat sich auf verschiedene Formen künstlerischer Sprachverwendung und auf poetologische Themen konzentriert. Das heutige Selbstverständnis der Zeitschrift geht davon aus, dass sich diese Tradition auf produktive Weise mit aktuellen Paradigmen moderner Literaturwissenschaft verbinden lässt, um textorientiert den kritischen Eigensinn von Literaturen zu analysieren. Die seit 1970 halbjährlich erscheinende Zeitschrift der Österreichischen Akademie der Wissenschaften setzt sich vor allem mit deutschsprachigen und europäischen Literaturen auseinander, Beiträge können auf Deutsch, Englisch und Französisch publiziert werden. Neben den literaturwissenschaftlichen Aufsätzen erscheinen Rezensionen von Fachliteratur, Forschungs- und Tagungsberichte sowie Verzeichnisse literaturwissenschaftlicher Dissertationen und Habilitationen an österreichischen Universitäten.

Aus dem Inhalt:

Aufsätze:

– Valérie Leyh: Die Narrenburg im Waldwinkel. Theodor Storms Auseinandersetzung mit Adalbert Stifter

– Reika Hane: Schweigen des Verstummten. Stille Rebellion und aggressive Gehorsamkeit in Thomas Bernhards Drama “Ein Fest für Boris”

– Natalie Bloch: Kapital, Religion, Gewalt. Die Untoten und Zombie-Stimmen in Elfriede Jelineks “Babel”

– Francoise Rétif: Écriture des limites. limites de l`écriture. Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Edmond Jabès.

– Anja Pompe: Shakespeare-Factory. Machine Célibataire. Hamletmaschine. Andy Warhol, Marcel Duchamp, Heiner Müller

– Lisa Margarete Schons: “Ah, earth, you old extinguisher. Die Funktion der Wüste in Samuel Becketts Dramen

– Keith Moser: The De-centered Humanism and Cosmic Egagement of J.M. G. Le Clézio. Posing Questions in an Age of Suspicion

– Kai Spanke: Zeichen des Holocaust. Ikon, Symbol und Index als reflexive Kategorien in Robert Thalheims “Am Ende kommen Touristen”

Verzeichnis der literaturwissenschaftlichen Dissertationen an österreichischen Universitäten

Berichte und Besprechungen:

– Klaus Aman: Norbert Christian Wolf, Kakanien als Gesellschaftskonstruktion. Robert Musils Sozioanalyse des 20. Jahrhunderts (=Literaturgeschichte in Studien und Quellen, Band 20)

– Kurt Bartsch: Wilhelm Hernecker und Manfred Mittermeyer (Hrsgg.), Mythos Bachmann. Zwischen Inszenierung und Selbstinszenierung (=Profile 8)

– Aage Hansen-Löve: Jürgen Brokoff, Geschichte der reinen Poesie. Von der Weimarer Klassik bis zur historischen Avantgarde

– York-Gothart Mix: “Erinnerung ist schon etwas Merkwürdiges. Sie erfindet sich permanent neu”. Das nationalsozialistische Getto in der neueren (auto)biographischen Literatur- und geschichtswissenschaftlichen Forschung (=Sammelrezension)